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Vogelschutzgebiet "Wetterau": Teilgebiet bei Eichen zwischen Höchst und Nidderau. 

An 4 Standorten geben Infotafeln Auskunft über das Vogelschutzgebiet.


Herzlich willkommen im
EU-Vogelschutzgebiet „Wetterau“

Das EU-Vogelschutzgebiet „Wetterau“ umfasst 15 Teilgebiete und hat eine Gesamtgröße von 10.690 Hektar. 2008 wurde es in der hessischen NATURA 2000-Verordnung rechtlich gesichert. Erhalt und Pflege richten sich nach den dort festgelegten Erhaltungszielen. 2010 wurden im Gesamtgebiet 84 verschiedene Brut- und Rastvogelarten nachgewiesen.

EU-Vogelschutzgebiete dienen dem Erhalt bedrohter europäischer Vogelarten und ihrer Lebensräume, wie auch dem Schutz wandernder Vogel- arten an ihren Vermehrungs-, Rast-, Mauser- und Über- winterungsplätzen. Gemeinsam mit Fauna-Flora-Habitat-(FFH-) Gebieten zum Schutz bedeutsamer Lebensraumtypen, Tier- und Pflanzenarten bilden sie das europaweite Schutzgebietsnetz NATURA 2000.

Liebe Besucherin, lieber Besucher,
entlang der Nidder erstreckt sich eine weite Auenlandschaft, Heimat von Weißstorch und Biber. Die Flächen zwischen Nidderau und Höchst gehören zum EU-Vogelschutzgebiet „Wetterau“, einem der bedeutendsten Schutzgebiete für wassergebundene Vogelarten in ganz Hessen. Innerhalb des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 trägt es zum Erhalt wertvoller Lebensräume und zahlreicher Arten bei.

Wiederkehrende Überschwemmungen machen die Aue zu einem begehrten Rastgebiet für Wasser- und Watvögel. Daneben bietet ein abwechslungsreiches Mosaik aus extensiv bewirtschafteten Wiesen, kleinen Gräben und Röhrichten, Seggensümpfen und Gehölzinseln gute Brutmöglichkeiten und ein reiches Nahrungsangebot für zahlreiche weitere Arten. Einige davon möchten wir Ihnen auf dieser Tafel vorstellen.

Nach über 40 Jahren ist der Weißstorch an die Nidder zurückgekehrt. Seit 2004 brütet er wieder erfolgreich auf eigens aufgestellten Masthorsten. Sein Element ist das feuchte Grünland.

Vorwiegend auf Äckern lauert der Graureiher auf Mäuse und andere Kleintiere. Immer öfter ist auch der Silberreiher als Nahrungsgast an der Nidder anzutreffen.

Schilf und Röhricht bieten Lebensraum für Rohrammer, Teichrohrsänger und Drosselrohrsänger. Das Schwarzkehlchen bevorzugt offene Flächen zum Nahrungserwerb. Kleine Büsche und Hochstauden dienen als Singwarte.

Vor allem in nassen Jahren ist das Gebiet Rastplatz für verschiedene Enten, Gänse und andere Zugvögel. Häufig sind darunter Graugänse zu sehen, die wilde Stammform unserer Hausgänse.

Nilgänse dagegen sind ganzjährige Zuwanderer, die erst seit einigen Jahren in Hessen zu beobachten sind.

Zu den Besonderheiten zählen Bekassine und Kiebitz. Diese Watvögel sind in Hessen sehr selten geworden. Auch hier vor Ort sind derzeit keine Bruten bekannt. Die Vögel sind meist nur auf dem Durchzug,

Neben dem relativ häufigen Turmfalken nutzen auch Rotmilan und der seltenere Schwarzmilan die Auenlandschaft als Jagdrevier. Beide Milane brüten im nahe gelegenen Wald. Die ebenfalls vorkommende Rohrweihe hat ihren Brutplatz im dichten Schilf.

Bitte beachten Sie im Vogelschutzgebiet folgende Regeln:

Die Nutzung, auch zu Freizeit- und Erholungszwecken, darf die Erhaltungsziele des Gebiets nicht gefährden. Deshalb die Bitte:

•     Bleiben Sie auf den Wegen!

Sie könnten sonst Vögel aufstören oder Gelege zertreten.

•     Leinen Sie Ihren Hund an!

Viele Vögel reagieren schon auf große Entfernung auf freilaufende Hunde und werden so bei der Nahrungssuche, Rast oder Brut empfindlich gestört.

•     Hinterlassen Sie keinen Unrat!

Manche Vögel verbauen Plastikmaterial in ihren Nestern. Tiere können sich in Schnüren verfangen oder verenden an aufgenommenen Teilen.

•     Fragen Sie nach!

Wir informieren Sie gerne über Erhaltungsziele und eventuelle

Nutzungseinschränkungen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Regierungspräsidium Darmstadt

64283 Darmstadt, www.rp-darmstadt.hessen.de

Nähere Informationen: Umweltbüro Stadt Nidderau, Tel. 06187 29 91 80; Untere Naturschutzbehörde Main-Kinzig-Kreis, Tel. 06051 85 14 43 3 I   Fotos: Ralf Eichelmann (1), Josef Tiefenbach (2), Horst Kurz (3), Manfred Vogt (4, 5, 6), Herbert Zettl (7)  I  Layout/Druck: Munsch Werbetechnik, Walluf  I   2013