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Urgeschichte
Erste Besiedlungen sind durch archäologische Funde und Hügelgräber im Bingenheimer Wald für die Zeit der Michelsberger Kultur nachgewiesen. Bingenheim liegt am Obergermanisch-Raetischen Limes. Südlich des Ortes befand sich in der Römerzeit das Kleinkastell Lochberg.

Mittelalter
Im Jahre 817 schenkte Ludwig der Fromme dem Kloster Fulda die bei Echzell gelegene kleine Burg Bingenheim. Echzell und die Burg bildeten vermutlich eine kleine Mark; die Zahl der dazugehörigen Güter ist mit ungefähr 187 angegeben.[1] Um diese Keimzelle herum schuf sich die Abtei im Laufe der folgenden Jahrhunderte die sogenannte Fuldische Mark. Die Burg Bingenheim blieb fuldischer Eigenbesitz, die Vogtei über die Fuldische Mark dagegen wurde als Lehen an weltliche Herren gegeben. Anfangs war die Vogtei möglicherweise in der Hand der Grafen von Nürings, kam aber um die Mitte des 11. Jahrhunderts an Volkold I. von Malsburg, der damit zum Begründer des Geschlechts der Grafen von Nidda wurde.

Im Jahr 1357 erhielt der Fuldaer Abt Heinrich von Kranlucken von Kaiser Karl IV. die Erlaubnis, vor seiner Burg Bingenheim eine Stadt zu gründen, sie zu befestigen und dort einmal wöchentlich einen Markt abzuhalten; später erscheint Bingenheim jedoch wieder als Dorf.[3]

Neuzeit
In der frühen Neuzeit finden Hexenprozesse statt. Das erste Opfer war 1652 ein gewisser Hans Rau aus Berstadt, der diesem Hexenwahn zum Opfer fiel. Gerichtsakten dazu liegen noch heute im Staatsarchiv in Darmstadt/Hessen. Ein Roman von Georg Schäfer greift dieses Thema unter Benutzung dieser vorhandenen Originalakten auf. Zu der 1200-Jahr-Feier im Jahre 1982 der Gemeinde Echzell wurde das Stück „Die Hexe von Bingenheim“ unter der Leitung von Gitta von Zittwitz und Ursula Koch mit sehr grossen Erfolg uraufgeführt.

Am 1. August 1972 wurde Bingenheim in die Gemeinde Echzell eingegliedert.[4]

 Wissenswert
·         Im ehemaligen Schloss aus dem 17. Jahrhundert ist seit 1950 die Lebensgemeinschaft Bingenheim, eine anthroposophische Einrichtung mit Schule für Behinderte, untergebracht. Im Jahre 1991 wurde ein Bürgerzentrum errichtet.

·         Im Ort gibt es sowohl eine evangelische wie auch eine neuapostolische Kirche. Für die jungen Einwohner stehen zwei Kindergärten mit je zwei Gruppen zur Verfügung, nämlich der gemeindliche Kindergarten Lilliput und der Waldorf-Kindergarten.

·         Durch Bingenheim verläuft die Landesstraße 3188.

·         Im Jahr 1877 begann man in Bingenheim mit dem industriellen Abbau von Basalt. Noch heute wird im südlichen Bereich in einem Steinbruch Basalt abgebaut. Alte Abbauwände in den nahe gelegenen Wäldern deuten aber darauf hin, dass bereits zur Zeit der römischen Besiedlung Basaltgestein primitiv gewonnen wurde.

Weblinks

Historisches Ortslexikon LAGIS-hessen.de: „Bingenheim, Gemeinde Echzell“ (Stand: 15. Februar 2011)

Einzelnachweise

http://books.google.com/books?id=CnoAAAAAcAAJ&pg=PA117&lpg=PA112&ots=bixeWzdDmL&dq=echzell+fuldische+mark&output=text#c_top Joh. Ernst Christian Schmidt, Geschichte des Großherzogthums Hessen, Zweyter Band, Verlag Georg Friedrich Heyer, Giessen 1819 (S. 112–113)

1.   Daniel Meisner/ Eberhard Kieser: Thesaurus Philopoliticus oder Politisches Schatzkästlein Bd. 2, Faksimile-Neudruck der Ausgabe Frankfurt/ Main 1625-1626 u. 1627-1631, Nördlingen 1992, Buch 5, Nr. 7.

2.   http://books.google.com/books?id=CnoAAAAAcAAJ&pg=PA117&lpg=PA112&ots=bixeWzdDmL&dq=echzell+fuldische+mark&output=text#c_top Joh. Ernst Christian Schmidt, Geschichte des Grosherzogthums Hessen, Zweyter Band, Verlag Georg Friedrich Heyer, Giessen 1819 (S. 112–113)

3.   Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 353.


Siehe unter "Persönlichkeiten"


Die "Fuldische Mark" Oberhessen

Von Georg Simon in „Heimat im Bild“, Februar 1975 (7. Woche) [Gefunden von Annette Podszus]

Die Flurnamen der Feldgemarkung Bingenheim im Wandel der Zeiten

Rudolf Kießling, Echzeller Geschichtshefte Nr. 4 / 1987

Landgraf Wilhelm Christoph von Hessen-Bingenheim

Georg Renner, 

Tischbeins ,,Goethe in der römischen Campagna“

Georg Renner, Echzeller Geschichtshefte Nr. 13 / 2011

Wilhelm Christoph, Landgraf von Hessen-Homburg und Hessen-Bingenheim*

Barbara Dölemeyer, Homburg v. d. Höhe, Echzeller Geschichtshefte Nr. 13 / 2011

Die Bingenheimer Kirche

Verfasser ist Hans Guthier. Erschienen in "Heimatglocken für Friedberg-Fauerbach" aus der Ausgabe April 1938.

Objektbeschreibung „Evangelische Pfarrkirche“

Johannes Kögler, DENKMALTOPOGRAPHIE WETTERAUKREIS I 1982, S. 202ff.

Die Glocken der evangelischen Kirche in Bingenheim

Von Kurt Mogk, Echzeller Geschichtshefte 

Die Entstehungsgeschichte der Burg und des Dorfes Bingenheim

ein Beitrag zur Straßen- und Limesforschung

Rudolf Zentgraf in Wetterauer Geschichtsblätter 1952

Die Hexenprozesse des Gerichts Bingenheim

Nach Akten aus dem Echzeller Pfarrarchiv

Von Ernst Siebeck in „Heimat im Bild“ Nr. 17 vom 29. August 1940, mit Fortsetzungen in den Nr. 18 -  20.

Das Schloss zu Bingenheim in der Wetterau ehemals und heute

Von Regierungsbaurat Frey, Büdingen. „Heimat im Bild“ Nr.4 vom 26. Januar 1933

Die Hexenprozesse im Amt Bingenheim

Von Stephanie Steidl, Echzeller Geschichtshefte, Nr. 9

Die Orgel – Königin der Instrumente

Die Orgel in der evangelischen Kirche in Bingenheim

Von Kurt Mogk, Echzeller Geschichtshefte Nr. 9

REPERTORIEN DES HESSISCHEN STAATSARCHIVS DARMSTADT

Bestand A 3

URKUNDEN OBERHESSEN

Vorläufiges Findbuch

2.13 Bilgesheimer Mühle

2.17 Bingenheim (Amt)

2.18 Bingenheim (Dorf)

Ortsfamilienbuch Bingenheim/Wetterau

Von Rainer Kötting

Folgende Listen sind darin enthalten:

§  Namen der Bingenheimer Pfarrer (aus Hassia Sacra)

§  Namen aus dem Bingenheimer Salbuch von 1538

§  Kirchenkastenrechnungen ab 1540

§  "Das Einwohnerverzeichnis des Amtes Nidda / Bingenheim aus 1586 " von Dr. Friedrich H. Weber:

§  "Die Hessen-Darmstädtische Bevölkerung im Jahre 1622, nach den sogenannten Mansfelder Kriegsschadenverzeichnissen" von Landrat Paul Strack, Lahr (Baden)

§  Kriegsschadenverzeichnis von 1640

§  Hinrichtungen Bingenheimer Personen (Hexenprozesse) 

Das auf einem alten Bild wieder entdeckte Schloss

von Arno W. Fitzler, Greifensteiner Briefe 41/2007

Die Ortsteile vor der Gebietsreform

Der Ortsteil Bingenheim

Rudolf Kießling, 1200 Jahre Echzell

ZUR GESCHICHTE DER BINGENHEIMER KIRCHE

Claudine Geddert, Pfarrerin; 1200 Jahre Echzell

Das Bingenheimer Forsthaus wird zur Internatsschule Lucius

Dietrich Lucius, Pfarrer i. R., 1200 Jahre Echzell

Heil- und Erziehungsinstitut Schloss Bingenheim

Rudolf Kießling, 1200 Jahre Echzell


Lotti Schimanski (Lebensgemeinschaft Bingenheim) hat 2000 auf 40 Seiten Unterlagen zur Geschichte des Ortes und der Burg zusammen getragen. Der Textteil wird als pdf-Datei auf dieser Seite veröffentlicht.

Der Beitrag von Frau Schimanski gliedert sich in folgende Kapitel
Der Ort und die Burg
·         Vorgeschichte
·         Die Burggeschichte
·         Die Burgbauten
·         Die Befestigungswerke

Die Burg im Dienste der Pädagogik

Die Hexenprozesse des Gerichtes Bingenheim
·         Die Akten
·         Der Ablauf der Prozesse
·         Der Einfluss des Teufels
·         Zusammenkünfte der Hexen
·         Was taten die Hexen?
·         Die seelische Not der „Hexen“
·         Kleinere Prozesse
·         Die „Opposition“

Das Pfahlgericht zu Bingenheim


Zur Chronik Bingenheims.pdf


Das Heft beinhaltet auch eine Beschreibung der "Burg". Dieses Kapitel ist nachstehend auch als pdf-Datei veröffentlicht.

 

 Burgplan_Beschreibung.pdf



Siehe unter Familien.


Veröffentlichung von Auszügen mit freundlicher Genehmigung durch das Hessische Staatsarchiv Darmstadt (HStAD).

http://www.hstad-online.de/ausstellungen/online/webhexen/Hexenverfolgung/Tafel21/Tabelle0.htm


Ausgrenzung und Gewalt gegen Ketzer, Juden, Hexen ...
auch in der hessischen Geschichte
Ausstellung der Hessischen Staatsarchive 1994

Tafel 21: Hexenjäger - "ärger als die Dürcken" In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kam es noch einmal zu heftigen Hexenverfolgungen mit vielen Opfern. In der nur kurze Zeit selbständigen Landgrafschaft Hessen-Bingenheim und in der Ganerbschaft Lindheim wurde das durch besondere Bedingungen begünstigt. In den kleinen, übersichtlichen Herrschaftsgebieten konnte sich die Willkür der Amtmänner nahezu unkontrolliert entfalten.


Schloss und Hexenturm in Bingenheim
(Foto: Hessenkalender 1934; Abb. S. 37).

© 1994 Staatsarchiv Darmstadt
Wissenschaftliche Bearbeitung:
Prof. Dr. Eckhart G. Franz
Dr. Thomas Lange